Das ehemalige Dorf Eibensbach bis 1975

von 1525 bis 1549

Stand: 18.11.2018 21:25:04

www.nachtwaechtervoneibensbach.de

 

Die Entwicklung des ehemaligen Dorfes Eibensbach, mit Dokumenten aus dem damaligen Zeitgeschehen aus der Sicht des Nachtwächters.

 

Wichtig:

Ich verweise ganz besonders auf die Urheberrechte der hier auf meiner Homepage zitierten Ereignisse, die ich jeweils mit Quellenangaben aus den verschiedenen Archiven und Büchern verwendet habe. Diese Zitate  dienen ausschließlich  meiner Dokumentation über "das ehemalige Dorf Eibensbach."

In dieser analytischen Darstellung über das Dorf Eibensbach ist sie sicher einmalig,

Das Ergebnis durch das Lesen und Zusammentragen der Informationen, hur über Eibensbach entstand durch meine monatelange Recherche.

Diese Recherche ist  meine geistige Arbeit.

 

 

Meine private Homepage darf nicht zu kommerziellen Zwecke  verwendet werden.

 

 

Parallel zu dieser Internetarbeit entsteht von mir kontinuierlich eine mehrteilige Power-Point-Präsentation. Diese Präsentation hat, Stand Juni 2013,  bereits eine Laufzeit von insgesamt über 7 Sunden.

Hauptinhalt dieser Arbeit sind die Eibensbacher Einwohner. Dargestellt mit Gliederung der Gruppen und Personen etc.

Bis Juni 2013 sind in monatelanger Arbeit  ca. 1200 Bilder von 30 Eibensbacher Familien bei mir zur strukturierten Bearbeitung vorhanden.

Weitergehende Informationen zu dieser Präsentation entnehmen Sie bitte aus meiner privaten Homepage.

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Wandbild aus der früheren Marienkirche Eibensbach, in der heutigen Marienkirche eingelagert.

 

Anmerkung des "Nachtwaechters von Eibensbach" zu diesem Bild: Die HST schrieb 1980:

"Rechtzeitig zum "Eibensbacher Jubiläum" - der ersten urkundlichen Benennung des  Güglinger Stadtteils vor 600 Jahren - bekam die Ortschaft zehn aus der alten Marienkirche stammende spätgotische Fresken zurück. Der Abstatter Restaurator Norbert Malek hatte sie vor Abbruch der Kirche an sich genommen und inzwischen restauriert. Die Werke sind in Rahmen gefaßt, armiert und hintergossen. Acht in der Größe von ungefähr 75 mal 90 Zentimeter zeigen Szenen aus dem Leidenszyklus Christi, zwei andere sind Heiligenabbildungen aus Fensternischen. Vor vier Jahren wurde die zuletzt evangelische Marienkirche abgebrochen, der Turm jedoch erhalten. Dort finden die restaurierten Malereien nun auch eine neue Bleibe. Pfarrer Gerhard Eiselen freute sich über dieses Ereignis besonders. Wie festgestellt wurde, war die Marienkirche im 15. Jahrhundert im gesamten Schiff ausgemalt."

 

Im Landesarchiv Baden- Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart,

Bestand A 44 U 1504, wird nachfolgendes berichtet:

1526, 15.März (Do. n. Halbfasten), "Barbara Tieffonbachorin, Ehefrau des Hans Krop von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen des Verdachtes, vom Diebstahl ihres Tochtermanns Wendel Scharpich, der dem Grafen v. Helfenstein zu Weinsberg [Kr. Heilbronn] Kleinodien gestohlen hatte, gewußt zu haben, schwört Urfehde, verspricht, ihre Habe nicht zu entfremden wegen der möglichen Forderungen des Grafen nach Schadenersatz, sich im Schwören und Lästern zu mässigen und wieder ihrem Mann zusammen zu wohnen." 

Bestand A 44 U 1505, wird nachfolgendes berichtet:

1535, 16.April  (Fr. n. Misericordia), "Mauritius Sunnenschin, Hafner von Eibensbach [Kr. Heilbronn], seßhaft zu Häfnerhaslach [Kr. Vaihingen], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn], weil er mit Juden Wucherschulden ausgehandelt, einen Rückzahlungstermin vereinbart und nicht eingehalten und zuletzt flüchtig geworden war, schwört Urfehde, verspricht, sich an die Vogtsordnung zu halten, vor dem Vogt zu Güglingen allen seinen Gläubigern Genugtuung zu leisten und sich nicht mit Juden in Geschäfte einzulassen." 

Bestand A 44 U 1506, wird nachfolgendes berichtet:

1539, 27. Dezember  (Sa. n. Christtag), "Hans Thüll zu Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn], weil er trotz mehrmaliger Aufforderung durch den Vogt zu Güglingen seine Schulden nicht bezahlte, schwört U." 

Bestand A 44 U 679, wird nachfolgendes berichtet:

1540, 20. Mai , "Bastian Teg von Eibensbach, gefangengesetzt, weil er bestimmte Personen, deren Umgang ihm von Wilhelm v. Massenbach ("Massenpach"), Obervogt im Zabergäu, untersagt worden war, nicht gemieden hat, außerdem seine Ehefrau schlecht gehalten hat, schwört Urfehde und verspricht, in Zukunft seine Frau gut halten zu wollen, keine offene Zeche mehr zu besuchen, es sei denn, Wilhelm v. Massenbach erlaube es ihm wieder, sich abends nicht länger als bis 9 Uhr auf der Gasse aufzuhalten und setzt als Bürgschaft 40 Gulden. - Bürgen: Martin Teg, sein Vater."  

Bestand A 352  Strukturansicht, wird nachfolgendes berichtet:

1541, 6. Februar (So n. Purificatio Mari), Prior und Konvent des Ordens vom Hi. Grab zu Speyer außerhalb der Stadt verkaufen mit Bewilligung ihres Obristen und Visitators Ulrich Propst zu Denkendorf dem Herzog Ulrich von Württemberg um 3 OOO fl den Kirchensatz, das Pfarrlehen und die Lehenschaft zu Güglingen samt der Lehenschaft aller Pfründen und Kaplaneien daselbst und zu Eibensbach, ihren Teil am Zehnten zu Güglingen und Pfaffenhofen samt den 30. Teil und den Zehnten im Forst sowie alle beschriebenen Lehenschaften und deren Einkommen außer der Gerechtigkeit zu Stockheim. 

Bestand A 44 U 1507, wird nachfolgendes berichtet:

1542, 1. Mai  (Mo. n. Jubilate), "Erhart Merer von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen Mißhandlung seiner Mutter, Ehefrau, seiner Schweher und Schwieger, wegen Verschwendung seines Vermögens, Trunkenheit und Streitereien, schwört Urfehde, verspricht, lebenslang keine Waffe mehr zu tragen und ohne Erlaubnis keine offene Zeche zu besuchen." 

Bestand A 44 U 1508, wird nachfolgendes berichtet:

1542, 25. Mai  (Do. n. Christi Himmelfahrt), "Leonhart Burck von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen Treu- und Eidbruchs, Verlassens seiner Frau und Kinder und anderer leichtfertiger Sachen, schwört Urfehde und verspricht, mit Weib und Kindern das Gebiet des Herzogs zu verlassen und ohne Erlaubnis nicht zurückzukehren." 

Bestand A 44 U 1509, wird nachfolgendes berichtet:

1545, 13. Oktober (Di. n. Dionysius), "Bastian Dege von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen Bruchs der Urfehde und versuchten Diebstahls, wird vor Gericht gestellt, schwört Urfehde und verspricht, unverzüglich mit Familie über den Rhein zu ziehen und nicht zurückzukehren." 

 

Bestand A 44 U 1510, wird nachfolgendes berichtet:

1549, 2. Oktober (Mi. n. Michael), "Erhart Merer von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen Bruchs der ersten Urfehde, grober Schmähreden und Gotteslästerung, vor Gericht gestellt, schwört Urfehde, verspricht, dem Herzog 10 fl zu zahlen, keine offene Zeche zu besuchen, keine Waffen zu tragen und die Gerichtskosten zu bezahlen." 

Bestand A 44 U 1511, wird nachfolgendes berichtet:

1550, 5.September (Fr. n. Egidius), "Anna, Ehefrau des Bonus Schnider von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn] wegen versuchten Selbstmordes, versuchten Mordes an der Frau des Sigmund, die sie mehrmals wegen Diebstahls verleumdet hatte, vor Gericht gestellt, schwört Urfehde, verspricht ihre Atzung selbst zu bezahlen, lebenslang keine Hochzeit, offene Schenke oder Tanz zu besuchen, nicht in die Öffentlichkeit zu gehen, außer in die 

Bestand A 44 U 1512, wird nachfolgendes berichtet:

1552, 3. September (Sa. n. Johanins decollatio), "Bonus Schnider und Anna, seine Ehefrau, beide aus Eibensbach [Kr. Heilbronn] wegen Feld- und anderen Diebstahls, Ungehorsams gegen die Obrigkeit, Betrugs gegenüber ihren Gläubigern und "anderen leichtfertigen Wesens und Haushaltung". vor Gericht gestellt, schwören Urfehde, versprechen, mit ihren Kindern in den nächsten vierzehn Tagen Württemberg zu verlassen und nicht zurückzukehren."

Bestand A 44 U 1513, wird nachfolgendes berichtet:

1553, 30. Oktober  "Hanns Spurle von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn], weil er trotz vielfacher Verbote sich in den Kriegsdienst fremder Herren begeben hatte, schwört Urfehde, verspricht, ohne Erlaubnis sich in keinen fremden Kriegsdienst zu begeben." 

Bestand A 44 U 1514, wird nachfolgendes berichtet:

1553, 30. November, "Matheis Mergenthaler von Eibensbach [Kr. Heilbronn], gef. zu Güglingen [Kr. Heilbronn], weil er in fremde Kriegsdienste getreten war, schwört Urfehde, verspricht, ohne Erlaubnis nicht wieder in fremde Kriegsdienste zu treten." 

 

Urfehde: ( Literaturquelle: Historisches Lexikon Bayern, Artikel von Joachim Wild  )

Urfehde (lat.: iuramentum pacis) bedeutet den eidlich bekräftigten Verzicht auf Fehde bzw. Rache am Gegner Die Urfehde begegnet in der älteren Form der Streiturfehde und der jüngeren Form der Hafturfehde.

Streiturfehde

Durch die Urfehde wurde eine bereits begonnene oder angedrohte Fehde mit einem Friedensgelöbnis beendet; sie war damit integrierender Bestandteil des mittelalterlichen Fehdewesens. Mit dem Zurückdrängen des Fehdewesens im Spätmittelalter und der Durchsetzung landesherrlicher Gerichtsbarkeit verlor die Streiturfehde an Bedeutung und verschwand schließlich ganz.

Hafturfehde

Im Laufe des Spätmittelalters gewann die Hafturfehde immer mehr an Umfang und Gewicht. Der Straftäter wurde nur unter dem eidlichen Versprechen aus der Haft entlassen, sich nicht an den für seine Inhaftierung Verantwortlichen zu rächen. Der Bruch der Urfehde war Eidbruch und wurde entsprechend bestraft. Die Urfehde wurde im Urfehdebrief manifest, einer Urkunde, die jeder Urfehder dem Gerichtsherrn auszuhändigen hatte.

 


 

Karl Klunzinger "Geschichten des Zabergäus und des jetzigen Oberamts Brackenheim"  schreibt:

                                                        

im  Band 4: 

auf Seite 130 unter dem Kapitel I. Ansässige:

"Die Herren von Eibensbach scheinen sich im bürgerlichen Stande in der Familie Eibensbach ( Ibensbach ) erhalten zu haben."

( Anmerkung des Nachtwächters: Es ist die Zeit um 1430 wahrscheinlich gemeint )

auf Seite 163:

"Die Bürgerliche Familie Eibenspach, (Ybenspach, Eibenspacher) kommt noch bis 1602 vor."

auf Seite 164 und 165:

"Die Pfalzgrafen bei Rhein hatten 1602 Leibeigene auch aus Eibensbach."

auf Seite 170 und 171:

"Das Kloster zum heiligen Grab in Speier verkauft seine Rechte auch in Eibensbach."

 

Güglingen wird mit allen Pfründen und Kaplaneien vom Kloster zum Heiligen Grab in Speyer um 3000 Gulden an Herzog Ulrich verkauft.

1541, am 6. Februar, Güglingen wird mit allen Pfründen und Kaplaneien vom Kloster zum Heiligen Grab in Speyer um 3000 Gulden an Herzog Ulrich verkauft.

Hinweis des Nachtwächters: 1207 übernahmen „Brüder vom Heiligen Grab“ das Kloster der Augustiner-Chorfrauen vor den Ringmauern der Stadt Speyer. Der Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft, die im 11. Jahrhundert in Palästina als Ritterorden der Ritter vom Heiligen Grab gegründet wurde. Seine Wurzeln hat der Orden einerseits im Chorherrenorden vom Heiligen Grab, der aus dem 1099 gegründeten Domkapitel des Patriarchates von Jerusalem unter Gottfried von Bouillon hervorging. Des Weiteren beruht der Ritterorden vom Heiligen Grab auf dem seit 1335 belegten Brauch, sich bei einer Pilgerfahrt ins Heilige Land vom Franziskaner-Oberhaupt zum Ritter am Heiligen Grab schlagen zu lassen. Verschiedene Textquellen: Stadt Speyer und Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

 

Im Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart,

Bestand A 352 U 4 wird nachfolgendes berichtet:

1541,am 6. Februar,  "Prior und Konvent des Ordens vom Hi. Grab zu Speyer außerhalb der Stadt verkaufen mit Bewilligung ihres Obristen und Visitators Ulrich Propst zu Denkendorf dem Herzog Ulrich von Württemberg um 3 OOO fl den Kirchensatz, das Pfarrlehen und die Lehenschaft zu Güglingen samt der Lehenschaft aller Pfründen und Kaplaneien daselbst und zu Eibensbach, ihren Teil am Zehnten zu Güglingen und Pfaffenhofen samt den 30. Teil und den Zehnten im Forst sowie alle beschriebenen Lehenschaften und deren Einkommen außer der Gerechtigkeit zu Stockheim."

          

Herzog Ulrich von Württemberg     Bildquelle: Fotoausschnitt Kunsthistorisches Museum, Wien

Hinweis des Nachtwächters: Die Heiliggrabprobstei in Denkendorf verdankt ihre Entstehung 1128 einem Schwaben namens Bertoldus. Ihr Ende besiegelte 1535 die im Auftrag von Herzog Ulrich durchgeführte Reformation, nachdem er 1534 die Schlacht bei Lauffen a. N. gewann. 1536 erließ Ulrich eine Kirchenordnung, der die lutherische Lehre der Augsburger Konfession zugrunde lag.

" Die Reichstagsladung Kaiser Karls V. 1530 Januar 21

Mit Ladungsschreiben vom 21. Januar 1530 hatte Kaiser Karl V. einen Reichstag für den 8. April 1530 nach Augsburg einberufen, das zum wiederholten Male Tagungsort eines in mehrerlei Hinsicht bedeutenden Reichstages wurde. Neben Fragen der Regelung von Türkenhilfe, Münzwesen, Maßen und Gewichten und der Organisation des Reichskammergerichts stand vor allem die Schlichtung des Glaubenszwiespaltes zwischen evangelischer und katholischer Seite auf der Tagesordnung. In der Reichstagsladung mahnte der Kaiser die Zwietracht hinzulegen, Widerwillen zu lassen, vergangene irrsal unserm Seligmacher zu ergeben ... und forderte die streitenden Parteien zur Darlegung ihrer Ansichten nach Augsburg. Neben dem Kaiser und Vertretern der Reichsstände nahmen deshalb auch zahlreiche Theologen an den Reichstagsberatungen teil, um ihre Glaubensrichtlinien darzulegen. Da Martin Luther seit 1520 unter Reichsacht stand, konnte er das Geschehen in Augsburg nur von der Veste Coburg aus verfolgen. Aus den Reichstagsakten ist zu entnehmen, dass nach der Ankunft des Kaisers am 15. Juni die Protestanten unter der Führung des Kurfürsten Johann von Sachsen und des Theologen Philipp Melanchthon die Glaubensrichtlinien der Protestanten formulierten, das sog. »Augsburger Bekenntnis«. "

Textquelle: Stadtarchiv Augsburg

 

1541 bis 1588: In dieser Zeit wurde Eibensbach kirchlich von Frauenzimmern versorgt. Pfarrer war Balthasar Reichenberger.

 

 

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