Kreis-Krankenhaus Brackenheim

Stand: 28.06.2017 10:54:06

www.nachtwaechtervoneibensbach.de

 

 "Nicht nur in literarischen Texten ist die Figur des Nachtwächters häufig mit der Rolle eines satirischen Kommentators auch des Regionalgeschehens verknüpft. Seine Außenseiterposition prädestiniert ihn geradezu dazu – ähnlich der Narrenfigur – als Mahner der Wahrheit aufzutreten, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und auf diese Weise die Obrigkeit und die herrschenden Systeme zu kritisieren. Mit der Figur wird somit eine Umdeutung der eigentlichen Tätigkeit dieses Berufsstandes vollzogen: Der, der eigentlich für Ruhe und Ordnung sorgen soll, wird zum Aufrührer und Unruhestifter." So ist der "Nachtwächter von Eibensbach" einzuordnen."                            Quelle: Wikipedia

Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, ein Hilfe suchender Mensch aus dem Zabergäu, z.B. mit einem Schlaganfall ( Die sogenannte „time-to-needle“  das ist die Zeitspanne, innerhalb derer eine etwaige Lyse-Behandlung begonnen sein muss liegt bei 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall), oder er braucht eine sofortige lebensrettende Operation, flüchtet in das nächstgelegene Krankenhaus, denn die Zeit für die lebenserhaltenden Maßnahmen drängt. Er will nicht sterben, oder wegen zu langer verstrichener Zeit , beim Durchlauf der "Rettungskette", sein restliches Leben als Pflegefall verbringen. Es gilt : Ein Menschenleben durch kurze Wege, für die Bevölkerung des Zabergäus, zu ihrem Krankenhaus, zu retten? Im christlichen Abendland ist es doch selbstverständlich, dass man Flüchtlingen hilft, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit zu bedenken. Brauchen wir auch für unser Krankenhaus in Brackenheim ein Mensch der sagt : "Wir schaffen das" Oder, könnten es auch Weltmarktführer aus dem Zabergäu sein, die das Krankenhaus in Brackenheim für das Zabergäu retten ? Der Nachtwächter von Eibensbach glaubt, es wäre einmal an der Zeit, dass unsere Landespolitiker außer z. B. Vorstellung einer Freizeitkarte und Fahnenübergabe, auch beim Brackenheimer Krankenhaus, Flagge zeigen. Es sind doch die gleichen betroffenen Menschen, die die Landkreispolitiker und die Landespolitiker wählen - oder darf man als Politiker keine persönliche Meinung mehr haben, die man öffentlich sagen kann?

 

Dokumentation des zeitlichen Ablaufes zur - im Endziel -  gewollten Schließung unseres Kreis Krankenhauses aus wirtschaftlichen Gründen.

24.Februar 2010.

Das angekündigte Ende der SLK-Küche in Brackenheim, in der örtlichen Presse, bringt die Bürger im Zabergäu zum Nachdenken. Ist das der Anfang vom Ende unseres Kreiskrankenhauses in Brackenheim?  Natürlich fragt man sich, was unsere Kreisräte im Vorfeld zur Schließung der Küche und der damit zwangsläufig verbundenen Angst, nicht nur, aber im Besonderen, bei der älteren Bevölkerung, bei ihrer Beratung im Kreistag dazu gesagt haben. Wie der Nachtwächter informiert wurde, wäre aber darüber im Kreistag noch gar nicht gesprochen worden. Fakten oder Hinweise, die von der geplanten Schließung der Krankenhausküche auf eine Gefährdung des Krankenhausstandortes Brackenheim schließen lassen, liegen somit keine vor.

Natürlich muss ein Wirtschaftsunternehmen, und das sind zweifellos die SLK - Kliniken, nach den Kosten schauen. Interessant sind sicher die Erläuterungen, die Landrat Piepenburg und SLK Geschäftsführer Dr. Jendges am 24.Februar in Brackenheim in einer nichtöffentlichen Sitzung Vertretern der Ärzteschaft, den Bürgermeister und den Fraktionssprechern bekannt gegeben haben.

Die Bevölkerung im Zabergäu ist aber durch die Presseberichte der Vergangenheit allerdings sehr verunsichert und erwartet schnellstens Fakten, die die aufgewühlte Volksseele wieder beruhigen. Dafür zu sorgen, sind unsere Kreisräte gefordert.

Der Nachtwächter gehört keiner politischen Partei an. Er ist also nicht an Parteiprogramme oder Parteiideologien gebunden. Aber er unterstützt die Forderung der Bürger um Standortsicherung des Kreiskrankenhauses Brackenheim, hofft aber, dass diese, ihre Befürchtung, auch mittel- und langfristig, grundlos ist.

  Kühne, Friedrich Jürgen

25.02.2010 Bericht über die Versammlung der Interessengemeinschaft Krankenhaus Brackenheim, in Frauenzimmern im Ochsen um 19:30 Uhr am 25.Februar 2010

Bis auf den letzten Platz war der Ochsen-Saal in Frauenzimmern besetzt, als Jürgen Winkler die Versammlung eröffnete.

Henning Siegel erläuterte den Zuhörern die Situation. In einem kurzen Abriss gab er die notwendigen Sachinformationen. Er erläuterte die Situation vor 2001 und den danach erfolgten Zusammenschluss aller vier Krankenhäuser. Er erwähnte die zwei Gesellschafter die je zu 50% die Stadt Heilbronn und den Landkreis Heilbronn vertreten. Zum Schluss seiner Ausführung zeigte er die neue Situation auf, nämlich der Neubau der Klinik Plattenwald wird 122 Millionen kosten und der Neubau der Klinik am Gesundbrunnen wird mit 167 Millionen Gesamtkosten gebaut.

Zwangsläufig kam dann die Frage: Wo kann man einsparen? Untersucht wurden alle Bereiche der Kliniken. Darunter die Brackenheimer Küche. Es ist dabei mit keiner Weise an die Schließung des Brackenheimer Krankenhauses gedacht worden. Die Struktur von den bestehenden 4 Krankenhäuser lässt sich auch nur mit einer 65% Mehrheit im Kreisrat verändern.

Henning Siegel schildert den Verlauf und das Ergebnis von gestern Abend.  In dieser nichtöffentlichen Sitzung wurde ganz klar zum Ausdruck gebracht dass:

1. Dass Brackenheim ein Akutkrankenhaus bleibt

2. Dass das Brackenheimer Krankenhaus bleiben muss, da die Ärzte im Zabergäu immer weniger werden.

3. Dass Brackenheim ein Portalkrankenhaus ist, denn allein hat es keine Überlebenschance

Darüber waren sich am gestrigen Abend in der nicht öffentlichen Sitzung für einen illusteren Kreis, alle Teilnehmer einig.

Siegel sagte, dass die Leserbriefflut aus dem Zabergäu und Umgebung, die auf die Ankündigung, dass die Brackenheimer Krankenhausküche geschlossen wird, erfolgte,  die  Klinikleitung überraschte. ( Anmerkung des Nachtwächters: Eine sorgfältige qualifizierte Analyse hätte das den Verantwortlichen schon früher gesagt. )

In seinen weiteren Ausführungen bracht Henning Siegel zum Ausdruck, dass die Kliniken keine AG sind, sondern dass im Mittelpunkt der Kliniken der Mensch steht, also andere Faktoren wie nur Geld und Berechnung. Er sagte weiterhin: "Die Region steht geschlossen hinter dem Krankenhaus Brackenheim" Wir, als Interessengemeinschaft Krankenhaus Brackenheim stehen dafür. Zu unserem Einzugsgebiet für das Krankenhaus Brackenheim gehören das Zabergäu, das Leintal, der Kraichgau und Bereiche aus dem Ludwigsburger Kreis.

Die Entscheidung die Brackenheimer Krankenhausküche zu schließen fiel  in einer nichtöffentlichen Sitzung am 15. Januar im Aufsichtrat der SLK Kliniken sagte Henning Siegel. Insgesamt will man durch die Schließung der Brackenheimer Küche 1Million Euro über allen Kliniken hinweg insgesamt einsparen

Siegel sagte in seinen weiteren Ausführungen, dass wichtige drei Faktoren für Brackenheim sprechen:

1. Qualifizierte ärztliche Versorgung

2. Eine gute Pflege und Betreuung

3. Eine gute Verpflegung und Betreuung

Dafür erhielt er lang anhaltenden Beifall

Er sagte, dass gestern Abend folgendes für das Brackenheimer Krankenhaus zukünftig festgeschrieben wurde:

1. Eine breite Grundversorgung und weitere Spezialbereiche

2. Eine geriatrische Komplettbetreuung

3. es wurde diskutiert neue Fachabteilungen in Brackenheim anzusiedeln

Danach moderierte wieder Jürgen Winkler. Es gab Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum, die auch Jutta Layher und Beate Schirrmann wechselnd beantworteten. Im wesentlichen ging es um die Schließung der Krankenhausküche. Erschüttert nahmen die Zuhörer zur Kenntnis, was die beiden Klinikseelsorger berichteten. Wir sind zur Zeit mehr Betriebsseelsorger als Krankenseelsorger sagten beide übereinstimmend zum Abschluss ihrer Ausführungen.

Eine Zuhörerin  ( L.  Welzin ) brachte abschließend die Diskussion auf den Punkt: "Ein Krankenhaus ohne Küche ist wie ein Haus ohne Herd". Es folgte lang anhaltender Beifall.

Angemerkt wurde noch, dass kein Vertreter aus dem Zabergäu im Aufsichtsrat der Kliniken ist.

Es wurden Unterschriftslisten zum Schluss der Veranstaltung verteilt. Zuvor wurde von jedem Ort aus dem Einzugsbereich des Brackenheimer Krankenhaus  Personen festgelegt, die die Unterschriften für die Punkte, hier im Bild festgehalten, von ihrer Bevölkerung einholen. Diese Unterschriftslisten werden dann während der Informationsversammlung am 19. April 2010 den Vertretern der SLK übergeben.

 

Stand: 25.10.2010: Anmerkungen des Nachtwächters:

Der Nachtwächter glaubt, dass es durchaus legitim ist, hier im Vorfeld zu zeigen, dass man mit der Entscheidung, die SLK - Küche in Brackenheim, ohne genaue Kenntnis einer Analyse mit Angaben der Gründe, was zum insgesamten Defizit von 1 Mill. Euro beigetragen hat, zu schließen, nicht einverstanden ist. Fakt ist, das die SLK- Küche in Backenheim ein hervorragendes Essen macht und auch einige soziale  Einrichtungen zu deren vollsten Zufriedenheit beliefert. Dies hörte der Nachtwächter auch auf der Hauptversammlung des Krankenpflegefördervereins Güglingen - Frauenzimmern -   Eibensbach . Aus eigener Erfahrung des Nachtwächters: Im Brackenheimer Krankenhaus bekommt man zum Essen immer das, was man auch bestellt hat. Im Gesundbrunnen ist das in diesem Teilbereich nicht immer gewährleistet. Aber diese Momentaufnahme darf man sicherlicht nicht verallgemeinern. Es wäre aber z. B. gut zu erfahren, warum das so in Heilbronn ist. ( Beispiele können bei Bedarf geliefert werden )

In letzter Zeit war der Nachtwächter aus familiären Gründen viel in der Klinik am Gesundbrunnen und war überrascht von der dort im Teilbereich vorherrschenden Organisation.

Die Organisation ist dort, nach meiner Meinung,  in Teilbereichen in einem "Krankenstand". Und das kann nicht nur mit Umbau etc. entschuldigt werden. Um eine in die Jahre gekommene Organisation wieder "zu gesunden" braucht man Mitarbeiter die den bestehenden "Ablauf aus der Westentasche kennen" und dadurch auch wissen, was man wirkungsvoll und kosten einsparend, verbessern kann.

Und das kann nicht vom Schreibtisch aus auf der obersten Etage geschehen.

Aus eigener Erfahrung hat z. B. die SLK-Klinik am Gesundbrunnen hervorragende Ärzte und freundliche Schwestern. Organisatorisch ist aber dort - zumindest in den Teilbereichen, die der Nachtwächter erst jetzt wieder kennen gelernt hat - ,aus seiner subjektiven Überzeugung heraus, finsterste Provinz.

Aktuelle Beispiel kann ich auf Wunsch jederzeit geben. Meine Legitimation, solche Missstände zu erkennen leite ich davon ab, dass ich u. a. für ein großen Softwareunternehmen über 10 Jahre Systemanalysen in allen Bereichen durchführte. Ich glaube, dass zumindest in dem von mir angesprochenen Teilbereich im Gesundbrunnen in der Organisation noch viel getan werden muss, um auch dort die hervorragende Qualifikation der hier arbeitenden Ärzte zu erreichen. Aber diese von mir festgestellten organisatorischen Mängel könnten auch Ausnahmen sein und auch nur in dem speziellen Teilbereich vorhanden sein. Aber nach den Grundsätzen der Statistik................rein zufällig aus der Grundgesamtheit............mit 98% Wahrscheinlichkeit  usw. Es könnte ein Anlass sein, die gesamte Organisation auf den Prüfstand zu stellen, denn die wäre ja dann auch z. B. für die Essenslieferung nach Brackenheim verantwortlich. Wunschdenken und Wirklichkeit sind nicht immer deckungsgleich. Verbesserungen in der Organisation sparen bekanntlich viele Kosten. Und so könnte man auch eine Möglichkeit finden, die Brackenheimer Krankenhausküche "aus Kostengründen" nicht einsparen zu müssen.

19.04.2010 15 000 Menschen gaben mit ihrer Unterschrift ein Votum für den Erhalt der SLK - Küche in Brackenheim ab.

Trotzdem bleiben die Verantwortlichen bei ihrer Entscheidung, aus wirtschaftlichen Gründen die SLK - Küche in Brackenheim zu schließen.

 

Der Nachtwächter stellt sich die Frage, was passiert, wenn sich im Nachhinein, im laufenden Betrieb, herausstellt, dass diese Entscheidung nicht genügend durchdacht war und die wirtschaftlichen Zielvorgaben bei gleichem Qualitätsstandard nicht erreicht werden ?

Es waren 15 000 Menschen die die Erhaltung der SLK - Küche in Brackenheim wollten! Und diese werden den weiteren Verlauf begleiten.

Anmerkung:

In einer Demokratie beruht erfolgreiche Politik in besonderem Maße auf der Kunst, Kompromisse zwischen Interessenten herbeizuführen. Eine Diktatur kann Gruppen, die unbequeme Forderungen erheben, mit Gewalt unterdrücken. Eine demokratische Regierung braucht die Unterstützung möglichst vieler Bürger und ist durch die Prinzipien des Rechtsstaates an der gewaltsamen Unterdrückung von Minderheiten gehindert. Die Logik des demokratischen politischen Systems zwingt sie, eine Mittellinie zwischen widerstreitenden Gruppeninteressen zu suchen. Quelle: Politik des 20. Jahrhunderts ISBN 3 -14-150994 - 9

 

Gerade mal 6 Jahre sind vergangen und schon steht wieder die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses in Brackenheim auf dem Prüfstand. Sehr erfreut nimmt der Nachtwächter zur Kenntnis, dass sich jetzt die Kirche für den Erhalt des Allgemeinkrankenhaus Brackenheim, mit klinischen Abteilungen, für die im Zabergäu lebende Bevölkerung einsetzt. Pfarrer Michael Donnerbauer spricht dem Nachtwächter aus dem Herzen. Der Nachtwächter dokumentiert nachfolgend Presseberichte über die Entscheidung  für den Erhalt des wohnortnahen SLK-Krankenhauses aus der örtlichen Presse mit jeweiliger Angabe der Quelle.
Okt. 2016

Texte: Heilbronner Stimme vom 5. Oktober 2016

                                      

                                                       Texte: Heilbronner Stimme vom 12.10.2016

Die Meinung des Nachtwächters von Eibensbach:

Unser Krankenhaus muss nahe bei den Menschen im Zabergäu sein. Es muss ein Haus der Grundversorgung mit Chirurgie und innerer Abteilung bleiben. Ohne Chirurgie und innerer Abteilung ist es kein Krankenhaus mehr.

"Nicht nur in literarischen Texten ist die Figur des Nachtwächters häufig mit der Rolle eines satirischen Kommentators auch des Regionalgeschehens verknüpft. Seine Außenseiterposition prädestiniert ihn geradezu dazu – ähnlich der Narrenfigur – als Mahner der Wahrheit aufzutreten, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und auf diese Weise die Obrigkeit und die herrschenden Systeme zu kritisieren. Mit der Figur wird somit eine Umdeutung der eigentlichen Tätigkeit dieses Berufsstandes vollzogen: Der, der eigentlich für Ruhe und Ordnung sorgen soll, wird zum Aufrührer und Unruhestifter." So ist der "Nachtwächter von Eibensbach" einzuordnen.

 

Robin Cook

 

 

Nur ein Roman ohne Bezug zur Wirklichkeit ?

 

  

Fatal Cure  Todesengel 1994 ISBN 0-399-13879-X

 

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